Chemie im Alltag

Kunststoff: Optik von Marmor bis Granit

· Lesezeit 2 Minuten.
Ein Mitarbeiter von Tarkett präsentiert ein Stück Folie und mineralische Füllstoffe
Zukunftsträchtig: Mineralische Füllstoffe sollen ab 2025 in Bodenbelägen bei Tarkett zum Einsatz kommen. Foto: Tarkett/ Philip Gatwald

Sie können sich weder Marmorböden noch Terrakottafliesen leisten? Ein Boden aus Beton oder Granit sähe zwar super aus, ist Ihnen aber zu kalt? Kein Problem: Heutzutage gibt es Kunststoffböden in Steinoptik, die sich für Bad, Küche oder Wohnzimmer ebenso eignen wie für Empfangssäle oder Großraumbüros. Ein Hersteller solcher hochwertiger Böden ist Tarkett in Ludwigshafen: Das Unternehmen verkauft jeden Tag 1,3 Millionen Quadratmeter an Bodenbelägen für Krankenhäuser, Schulen, Wohnungen, Hotels, Büros, Geschäfte und Sportplätze.

Klimafreundlicher Füllstoff aus Asche

Solche Vinylböden können nicht nur wie Stein aussehen, es steckt auch etwas „Stein“ darin. Nämlich ein mineralischer Füllstoff (Kalziumkarbonat). Schon bald will Tarkett eine neue Variante des Materials auf Basis von Asche aus Estland verwenden: In den letzten 50 Jahren setzte man dort bei der Energiegewinnung hauptsächlich auf die Verbrennung von Ölschiefer. Die Rückstände – rund 600 Millionen Tonnen Asche – landeten größtenteils in der Natur, mit erheblichen Auswirkungen auf die Umwelt.

Der Partner von Tarkett, das schwedische Unternehmen Ragn-Sells, will nun die Asche mithilfe einer speziellen Technologie zur Kohlenstoffabscheidung und -speicherung in nützliche mineralische Füllstoffe umwandeln. Diese sollen bei Tarkett ab 2025 zum Einsatz kommen. Der kohlensaure Kalk aus Asche verspricht sogar eine CO2-negative Rohstoffbilanz.

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