Chemie im Alltag

Kleidermotten: Diese Gegenmittel helfen wirklich

· Lesezeit 2 Minuten.
Gestrickter Pulli mit Loch
Gefräßig: Kleidermotten ruinieren gerne hochwertige Pullover aus Wolle oder Kaschmir. Foto: Tatiana Gorbunova - stock.adobe.com

Was schützt Kleidung vor dem Befall von Ungeziefer? „Der Duft von Zedernholz, Patschuliöl und Lavendel“, erklärt Gerhard Jakob, Spezialist für Vorratsschutz und Schädlingsbekämpfung beim Hersteller Detia Degesch Group mit Sitz in der Metropolregion Rhein-Neckar.

Was für uns Menschen nach Wellnessoase klingt, ist für Kleidermotten ein Graus. Mehr als 100 Eier kann ein einziger Falter in einem Wäschestück ablegen. Bestimmte Düfte halten ihn davon ab: „Der Geruch wirkt einfach abstoßend. Das ist bei Insekten nicht anders als bei uns Menschen“, erklärt Jakob. Schon im alten Rom galten Asche und verdünnter Urin, aber auch Zedernholz und Zypressenblätter als probate Hausmittel gegen Schädlinge. „Abweisende Düfte wirken aber nur eine Weile“, betont Jakob. „Man sollte die Duftspender in Schränken daher ab und an auffrischen.“

Man kann Motten auch mit Duft in eine Falle locken: „Paarungsbereite Weibchen sondern einen speziellen Duft ab, der die Männchen anlockt“, erklärt Jakob. Mit diesem Sexuallockstoff imprägniert man Klebefolien. Mottenmännchen gehen dem Trick buchstäblich auf den Leim und fallen so für die Paarung aus: Es gibt weniger Larven, die sich durch Wolle, Seide, Felle oder Federn fressen können. Rat vom Experten: „Textilien immer wieder auslüften. Und nur trockene, saubere Wäsche in den Schrank legen!“ Das beugt Motten vor, denn Schweiß und Speisereste machen die Mahlzeit für die Insekten erst so richtig lecker.

Weitere Anti-Motten-Tipps des Umweltministeriums Rheinland-Pfalz.

Wie Chemie unseren Alltag erleichtert - und oft erst möglich macht.

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